Der Bau des Albvorlandtunnels schreitet unaufhaltsam voran, bis zur kompletten Fertigstellung wird aber noch einige Zeit ins Land ziehen. Für die Feuerwehren um die beiden Tunnelportale in Wendlingen und Kirchheim wird es aber bereits vorher Ernst, denn die jetzige Rettungswehr wird zum Ende des Jahres ihre Tätigkeit einstellen und die Aufgaben werden auf die kommunalen Feuerwehren übertragen. Bei einem Unfall oder einem Brand werden somit die Feuerwehren aus Kirchheim, Dettingen, Wendlingen, Köngen und Oberboihingen in den Tunnel alarmiert.
Genau deshalb fand und findet an mehreren Samstagen am Wendlinger Tunnelportal eine Einweisung und Ausbildung von Multiplikatoren auf die Gegebenheiten und die neue Ausrüstung durch die Rettungswehr statt. In Theorie und Praxis wurde auf das Vorgehen der Feuerwehr und die auf dieser Baustelle herrschenden Gefahren eingegangen. Mit schweren Langzeitpressluftatmern und Schlauchmaterial ausgerüstet, machten sich im Praxisteil die Teilnehmer in 5-Mann-Trupps auf den Weg in den Tunnel. Keine leichte Aufgabe, denn das Gewicht der Ausrüstung und die Laufwege zum Einsatzort von bis zu 500 Meter unter Atemschutz sind nicht zu unterschätzen. Wenn dann noch ein gefüllter Schlauch mitgezogen werden muss, ist die Belastungsgrenze nicht mehr weit, was die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren konnten. Abschließend wurde noch die Rettung einer verletzen Person bzw. das Besteigen eines Gerüstes im Tunnel unter Atemschutz geübt.
Alles in allem eine große Aufgabe mit hohem Ausbildungs- und Übungsbedarf, der hier auf die Feuerwehr in nächster Zeit zukommt.
Fotos: Christina Zambito